Angelruten werden im Angelsport und in der Fischerei gebraucht und sind mit das wichtigste Teil der Angelausrüstung.
Die Länge der Rute steuert den Aktionsradius beim Fischfang. Der Auswurf und das Einholen der Angelschnur / des Angelhakens, kann durch die Angelrute optimal erledigt werden. Durch die Kurbel an der Angelrolle ist das Einholen der Schnur ein Kinderspiel - wenn der Fang nicht zu schwer ist.
Ein spezieller Hakenlöser ist an Angelruten gesetzlich vorgeschrieben. Er soll möglichst schonend zur Lösung des Angelhakens aus dem Maul des gefangenen Fisches verhelfen. Stiftförmig, meist aus Aluminium oder Plastik, wird er entlang der Angelschnur ins Fischmaul eingeführt, dann um den Haken gedreht, um ihn mit leichtem Druck zu lösen.
Angelruten bestehen meist aus Materialien wie Kohlefaser, Kevlar oder glasverstärkten Kunststoffen. Je gleichmäßiger das Biegeverhalten der Angelrute, desto höher ist auch die Belastbarkeit. Die Eigenschaften der Rute richten sich nach der Bauart. So hat eine Rute, die aus vielen Teilen zusammengesetzt ist (z.B. die Teleskoprute, bis 10 Teile), schlechtere Eigenschaften als die Steckrute (2 Teile).
Prinzipiell wird unterschieden zwischen Teleskopruten und Steckruten, die wiederum eine Vielzahl verschiedener Rutenformen unter sich haben. Varianten sind bspw. die Eisangelrute, Bologneserute, Federrute, Fliegenrute, Matchrute, Pilkrute, Stipprute, Karpfenrute, Winkelpicker und die Grundangelrute, um einige Beispiele zu nennen.
Die Angelrute, Haken und Köder sowie das weitere Angelzubehör sollten aufeinander angestimmt sein, für Interessierte und Anfänger ist eine Beratung im Fachhandel angeraten.